> Zurück

Jun Fa: Täglich grüsst das Murmeltier

Fischer Martin 03.05.2015

Wer kennt den Film mit Bill Murray nicht. In diesem Film steht ein Mann jeden Morgen auf und erlebt den Tag so wie jeden zuvor. Nämlich immer dasselbe. So muss es momentan den kleinen Löwen und ihren Trainern auch gehen. Denn man spielt stets gut in den einzelnen Spielen, doch leider ist das Resultat nicht auf der Seite des Rudels aus Augst.

Doch jetzt alles der Reihe nach. Früh morgens traf man sich in Augst um eine weitere Steppe der Region unsicher zu machen. Ziel war das Heimgelände der Black Stars. Trotz des schlechten Wetters war eine rege Motivation spürbar. Der Oberlöwe Dani war sichtlich motiviert, denn heute sollte es klappen den FC Weitschuss Liestal zu bezwingen.

Kaum angekommen zogen sich die Wilden schnell um, um sofort auf dem schönen Kunstrasen sich einzuspielen. Dies wurde intensiv geführt, um die Mannschaft richtig heiss zu machen. Doch man merkte schon, dass bei einigen die Augenlieder schwer hingen. Bei der kurzen Besprechung wurde nochmals klar gemacht, dass sich die Löwen von Augst nicht verstecken müssen und auch keine Angst zu haben brauchen. Denn wilde Löwen fürchten sich vor nichts.

Schon stand das erste Spiel des Tages auf dem Plan. Dem Gegner Gelterkinden stand man noch nicht so oft gegenüber. Mit dem Anpfiff nahm das Rudel das Zepter in die Hand. Sofort konnte auf das Tor der Gelterkinder Druck gemacht werden. Mit der ersten Chance ertönte jedoch schon der Ton von Aluminium. Nein, die Allergie meldet sich zurück. Der Druck konnte weiter ausgebaut werden und das erste Tor für Augst konnte bejubelt werden. Die Löwen haben Blut geleckt (sprichwörtlich), waren bissig und weiter spielbestimmend. Doch nach einem zu kurz geratenen Abwehrversuch schlug der Ball im Tor des Rudels ein. Jetzt war Gelterkinden an der Reihe, drückte auf ein weiteres Tor und tatsächlich gingen sie mit 2:1 in Führung. Das war definitiv der Weckruf an die Löwen. Das Spielgeschehen konnte wieder übernommen werden. Der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Tatsächlich konnte der Ausgleich nach einem schönen Nachsetzten vor dem Tor bejubelt werden. Ja man machte sofort weiter, doch die zahlreichen Chancen konnten nicht genutzt werden. So kam es wie es kommen musste. Gelterkinden traf wiederum zur Führung nach einem Patzer in der Augster Abwehr. Dies war dann auch sogleich das Schlussresultat. Leider hat sich hier wieder einmal das Sprichwort bewahrheitet: "Wer sie vorne nicht macht, bekommt sie auf der eigenen Seite". In der Kabine kam dann wieder die Taktiktafel zum Einsatz, wo man einzelne Szenen kurz analysierte. Dies macht den Löwen enorm viel Spass und sie sind mit Herzblut dabei.

Die nächsten Partien waren die Spiele, mit dem man sich mit den Mannschaften aus Allschwill mass. Die Löwen waren zuversichtlich auf ein positives Resultat. Schlug man doch diese Gegner an einem Freundschaftsspiel vor ein paar Wochen.

Mit dem Anpfiff entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Nach einem Angriff Allschwils zappelte der Ball im Augstertor. Leider musste das Rudel ein Eigentor verbuchen. Doch man steckte nicht auf und zauberte schöne Angriffe auf die Steppe. Trotz intervenieren der Trainer wurde die Defensive mehr und mehr aufgelöst, um auf den Ausgleich zu drücken. So kam es wie es kommen musste. Durch die schon fast inexistente Defensive der Kleinen Löwen konnte der Gegner die Angriffe auf das Tor in Überzahl für weitere 2 Tore nutzen. Der Spielfluss der Löwen war wie auf einmal verloren gegangen. Doch wie aus dem nichts ertönte schon wieder Aluminium. Leider stand die Latte einem weiteren Erfolg im Weg. Die anschliessenden Chancen konnten ebenfalls nicht genutzt werden. So ging das Spiel zu Ende und einige der Kleinen Wilden waren leicht gefrustet. Die kurze Verschnaufpause benutzte man um die Kräfte neu zu sammeln und dann mit neuem Mut den nächsten Match zu bestreiten. Mit dem Anpfiff gegen Allschwil b waren die Löwen wie verwandelt. Sofort wurde das Diktat übernommen. Das Rudel spielte schon fast Powerplay. Nach einer schönen Hereingabe von der Seitenlinie klingelte es das erste Mal im Kasten des Gegners. Jetzt hat das Rudel Blut geleckt und man setzte sofort nach. Mit einem herrlichen Weitschuss wurde das Resultat auf 0:2 erhöht. Wie im Rausch zauberte das Team einem Angriff nach dem anderen auf die Steppe. Schon wieder hörte man Alu. Es war zu befürchten, dass die Torumrandungsallergie zurückgekommen ist. Mit einem weiteren sehenswert herausgespielten Treffer zum 0:3 schaltete das Rudel einen Gang zurück. So kam Allschwil leicht auf und verkürzte auf 1:3. Kurz vor Ende der Partie gelang den wilden Löwen der vierte Treffer, der wiederum schön herausgespielt wurde. Dies war sogleich das Schlussresultat und das Lachen auf den Gesichtern der Akteure kam doch wieder zurück.

Das letzte Spiel des Tages stand wiederum mit einem Kräftemessen mit Liestal auf dem Plan. Hier musste endlich Revanche genommen werden für die zwei letzten blöden Niederlagen. Nochmals wurden die kleinen Löwen heiss gemacht. Denn diesen spielerisch limitierten Gegner sollte man schlagen. Aufpassen musste man jedoch auf ihre Weitschüsse. Diese haben zwar nicht viel mit Fussball zu tun, sind aber effektiv. Mit dem Anpfiff versuchte das Rudel das Spiel an sich zu reissen. Liestal beschränkte sich nur darauf auf Konter zu lauern. Mit dem ersten besagten Konter und einem Weitschuss (was denn sonst) stand es 0:1 aus Sicht von Augst. Die kleinen Löwen wehrten sich, doch irgendwie war die Spritzigkeit verloren gegangen. Leider wurde mehr und mehr mit Einzelaktionen versucht das Resultat zu kippen. Nach einem weiteren Weitschuss-Konter hiess es 0:2. Langsam war Schlimmes zu befürchten, denn das Spiel der Löwen wurde immer statischer. Ein leichtes Resignieren war in den Gesichtern des Rudels feststellbar. Durch einen weiteren immer im gleichen Schema (Auswurf Torhüter- 2 Pässe –Weitschuss) gespielten Konter hiess es 0:3. Doch es regte sich nochmals Widerstand. Die Löwen bäumten sich nochmals auf und eine zu lang geratene Flanke fand den Weg ins Tor. Der Jubel war jedoch sehr verhalten über diesen Treffer. Kurz darauf war das Spiel zu Ende und mit gesenkten Köpfen und wortlos verschwand das Rudel in die Kabine.

Leider konnte die Leistung nicht vollumfänglich abgerufen werden. Doch in den Trainings wird sicher hart gearbeitet um in den nächsten Spielen zum Erfolg zu kommen. Kopf hoch Löwen, ihr werdet es mit Hilfe eurer Trainer schaffen.

Torschützen: Nico(1x), Kilian(1x), Jamal(3x), Joshua(1x), Anis(1x), Melvin, Sebastian, Davide