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Jun Fa: Nur dabei sein war nicht das Ziel

Martin Fischer 19.01.2015

Voller Erwartung auf eine neue Herausforderung traf sich das Löwenrudel am Samstag in Rheinfelden zum Finaltag der Leader Junioren Trophy. Da es wie aus Kübeln regnete war das die perfekte Samstagsbeschäftigung.

Gut gelaunt trudelten die kleinen Löwen in der Halle ein, ja die sind bereit und wollen etwas erreichen. Die erste Überraschung war das Iven fröhlich alle begrüsste da Congeli mit Augst die Garderobe teilte. Doch ein neuerlicher Rückschlag sollte sofort folgen Nazmi war schon wieder krank. Und so musste der Ober-Löwe Dani obwohl er einen wohl verdienten Familientag einzog, kurzfristig Davide Aufbieten. An dieser Stelle ein Dankeschön an Davide und seiner Familie für den Einsatz.

Wie schon an den vergangen Spielorten waren auch in Rheinfelden die Platzverhältnisse eher bescheiden um ein Einwärmen durchzuführen. Doch wir fanden ein kleines Plätzchen in den Gängen der Garderoben um uns warm zu machen. Es war schön zu sehen, dass alle Löwen lachten und dennoch die Übungen konzentriert mitmachten. Nach einer kurzen Besprechung über das Spiel und der Aufstellung ging es ab auf die Steppe um uns dem zahlreichen Publikum zu zeigen. Als erstes stand der FC Allschwil auf dem Beuteplan. Das letzte Aufeinandertreffen entschieden die Augster im Herbst in einem packenden Spiel für sich. Doch das war die Vergangenheit. Es fing wie jeder Match bei Null an. Endlich wurde das Spiel angepfiffen, denn die Löwen waren sichtlich ungeduldig. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Geduldig warteten die wilden Löwen darauf mit ihrem schönen Zusammenspiel den Gegner langsam einzuschnüren. Leider wurden gute Chancen nicht genutzt. Hoffentlich rächt sich dies nicht am Ende. Leider passierte es doch, der erste Gegentreffer musste hingenommen werden. „Das macht nichts“, dachten sich die Augster „weiter geht’s“. Doch schon kurz nach dem Anspiel klingelte es wieder im eigenen Tor. „Nein hier ist noch nichts entschieden auf geht’s“. Sofort konnte wieder Druck auf das gegnerische Gehäuse gemacht werden und schon fast 100%ige wurden vergeben. Hatte sich die Glücksgöttin Fortuna eventuell gegen die Wilden Löwen gestellt? Leider musste dann noch der dritte Gegentreffer hingenommen werden, nach einem Absprachefehler in der Verteidigung. Auch ein drittes Tor kann einen Löwen nicht beunruhigen und so fiel der Anschlusstreffer doch noch nach einer wunderschönen Passkombination. Leider ging das erste Spiel verloren. Noch war aber nichts verloren.

Jetzt ging das lange Warten an. Der Spielplan sah vor, dass die Augster über eine Stunde Pause hatten. Endlich durfte der 2. Match gespielt werden. Gegner war der Gastgebende Verein Rheinfelden. Achtung, fertig Vollgas war die Devise. Mit Beginn des Spiels lief das Geschehen hin und her mit Chancen auf beiden Seiten. Es wurde gekämpft um jeden Zentimeter dieser Savanne. Ja die Augster konnten sich eine leichte Überhand herausarbeiten. Mit einem schnellen Angriff konnte der SV Augst in Führung gehen. Fortuna war uns wieder hold. Nach einem umstrittenen Corner glich die Heimmannschaft das Spiel aus. Dann geschah das Unglaubliche. Die Verteidiger diskutierten miteinander und sahen nicht, dass der Torhüter den Ball schnell weiterspielen wollte. So kam es, dass ein Angreifer dies bemerkte und den Ball den verdutzten Löwen wegstibitzte und unhaltbar im Tor versenkte. Kurz darauf war das Spiel zu Ende und die Köpfe hingen schon ein wenig tiefer. Fazit des Spiels war, dass man spielbestimmend war, die eigenen Möglichkeiten nicht nutzte und ein dummes Gegentor kassierte, welches zur Niederlage führte.

Noch war nichts verloren. Die nächsten Spiele wollte man unbedingt gewinnen. Im Bau der Löwen machte sich jedoch ein leichter Unmut bemerkbar. So mussten ein paar deutliche Worte an das Löwenrudel gerichtet werden, dass sie sich endlich auf das Fussballspielen konzentrieren sollten und nicht auf Diskussionen und ein Gemotze untereinander während der Spiele einlassen.

Als nächstes stand Old Boys c auf dem Speiseplan der Löwen. Und siehe da die Ansprache zeigte Wirkung. Es wurde Fussball gespielt, plötzlich klappte es wieder mit dem umsetzen des erlernten in den Trainings. Die erste Chance gehörte OB. Doch es gab kein Nachlassen und die jungen Augster kamen ebenfalls zu Möglichkeiten. Doch der Druck von OB nahm zu und so mussten innert kürzester Zeit 2 Gegentreffer hingenommen werden. Das Löwenrudel bäumte sich gegen die Niederlage, doch ein Treffer wollte trotz guter Möglichkeiten nicht mehr gelingen. Zumal bei einigen Löwen langsam die Kraft nachliess. Als letztes mass man sich mit den Old Boys b. Ein Gegner auf Augenhöhe. Mit dem Anpfiff übernahmen die Basler sofort das Zepter in die Hand und die Löwen konnten sich kaum aus der Umklammerung lösen. Mit einem schnellen Zusammenspiel ging es in die andere Richtung. Nach einer Massflanke nahm ein kleiner Löwe seinen Mut zusammen und hämmerte den Ball mit einer Volleyabnahme Richtung Tor. Doch die Latte verhinderte den Erfolg. Macht sich nun zu allem Pech der letzten Spiele auch noch die sogenannte Aluminiumallergie wieder bemerkbar? Trotzdem stieg die Zuversicht beim Löwenrudel sofort wieder und das Spiel konnte ausgeglichen gestaltet werden. Mit einer schnellen Torfolge zum 1 und 2:0 war der Widerstand der Jungen Augster endgültig gebrochen und der 3. Gegentreffer war Resultatkosmetik und zu gleich das Endresultat. Die Enttäuschung im Rudel war spürbar. So schied man in der Vorrunde bereits aus.

Auf der einen Seite dürft ihr kleinen Löwen mit dem erreichten sichtlich zufrieden sein. Auf der anderen Seite wäre etwas drin gelegen. Nur geht das, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Leider habt ihr mit Diskussionen und Gemotze untereinander zu viel Kraft verpufft, die man auf dem Spielfeld gebraucht hätte. Eure Trainer und wir Eltern wissen, dass die nächsten Turniere wieder zu euren Gunsten ausfallen werden. Macht weiter so wie bis anhin, dann klappt es wieder.

Torschützen:
Kilian (1), Janik (1)